Landtagswahlen nahen - Sabine Weigand geht als Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Nürnberg-Süd/Schwabachins Rennen

Am Samstag stellten die Grünen aus Mittelfranken ihre Liste für die kommenden Landtagswahlen auf. 60 Delegierte aus den Kreisverbänden kamen zu diesem Zweck im Nachbarschaftshaus Gostenhof in Nürnberg zusammen. Für den Kreisverband Schwabach waren Jutta Göbert-Kronewald und Bernhard Spachmüller delegiert.

Auf den ersten Plätzen kandidierten die aktuellen Landtagsabgeordneten in identischer Reihenfolge wie vor fünf Jahren. So trat auch die Schwabacher Abgeordnete Sabine Weigand, die im Dezember erwartungsgemäß als Direktkandidatin für den Stimmkreis Nürnberg-Süd nominiert wurde, wieder auf Platz 5 an.

In ihrer Bewerbungsrede beschrieb sie, wie der Einzug in den Landtag ihr Leben verändert hat und wie ihr der Denkmalschutz als ihr Fachthema ans Herz gewachsen ist. „Denkmalschutz ist natürlich nur ein Randthema im politischen Betrieb, aber es ist ein ur-grünes Thema, das Emotionen erzeugt“, machte Weigand deutlich. So tragen denkmalgeschützte Häuser einen signifikanten Beitrag zur CO2-Speicherung bei, sie bewahren den Charakter unserer Städte und Dörfer. Sanierungen befördern das lokale Handwerk und verhindern Flächenfraß in der Peripherie. „Während andere Parteien nur von Heimat reden, komme ich vor Ort und kümmere mich um deren Anliegen“, so Weigand weiter. „Ich möchte gerne noch fünf Jahre weiter machen, denn ich habe noch viel vor: Wir nehmen der CSU die Heimat weg!“

Mit ihrem leidenschaftlichen Plädoyer gelang Weigand das Kunststück, als einzige der Bewerbenden, alle 60 Delegiertenstimmen zu erhalten. Das Traumergebnis von 100% ist ein enormer Vertrauensbeweis der mittelfränkischen Parteibasis.

Die Freude im Team Weigand wurde noch gesteigert, als es ihrer Mitarbeiterin Ute Möller gelang, sich Platz 7 zu sichern. Die ehemalige NN-Redakteurin kandidiert im Stimmkreis Nürnberg-West für das Direktmandat und konnte sich im Wahlgang gegen Monika Tremel (Erlangen-Höchstadt) mit 33:27 Stimmen durchsetzen.

Weniger Freude hatten die Parteifreund*innen aus dem Landkreis Roth. Ihr Direktkandidat Martin Mändl bewarb sich für Platz 8 und thematisierte in seiner Rede vor allem die Notwendigkeit des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Als Justiziar einer Nürnberger Wohnungsbaugesellschaft könnte er seine Fachkompetenz in diesem Themenbereich in den Landtag einbringen. In mehreren Wahlgängen unterlag er André Höftmann (Lkr. Fürth) und dem amtierenden Abgeordneten Elmar Hayn (Nürnberg-Ost), der im Herbst 2021 für Tessa Ganserer nachgerückt ist. Am Ende blieb für ihn Platz 12. Direkt dahinter konnte Christina Czerwenka als Listenkandidatin den zweiten Platz für Bewerbende aus dem Landkreis Roth sichern.

Die komplette Liste (Wahlkreisdirektkandidat*innen mit Stimmkreis): 1 Verena Osgyan MdL (Nürnberg-Nord), 2 Martin Stümpfig MdL (Ansbach-Nord), 3 Barbara Fuchs MdL (Fürth), 4 Christian Zwanziger MdL (Erlangen), 5 Sabine Weigand (Nürnberg-Süd/Schwabach), 6 Aaron Mühlendyck (Nürnberger Land), 7 Ute Möller (Nürnberg-West), 8 André Höftmann (Lkr. Fürth/Neustadt), 9 Monika Tremel (Erlangen-Höchstadt), 10 Elmar Hayn MdL (Nürnberg-Ost), 11 Martine Herpers, 12 Martin Mändl (Roth), 13 Christina Czerwenka, 14 Philipp Hörber (Ansbach-Süd/Weißenburg), 15 Nadine Reers-Kleinhenz, 16 Lukas Poxleitner, 17 Anne Christin Braun, 18 Bastian Seifert, 19 Carola Watzl, 20 Oliver Rühl, 21 Elena Dürschinger, 22 Berthold Lausen, 23 Patrizia Eliani Siontas, 24 Christian Köhler.

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