Sascha Müller, Direktkandidat für den Stimmkreis Nürnberg-Süd auf Platz 6 gewählt (Foto: Andreas Geber)

Viel Sitzfleisch bewiesen die Schwabacher Delegierten beim außerordentlichen Landesparteitag zur Aufstellung der bayerischen Landesliste für die Bundestagswahl. Die Hybridveranstaltung zog sich über 13 Stunden am Samstag und 11 Stunden am Sonntag. Die beiden Delegierten Irina Falck und Bernhard Spachmüller sowie die Ersatzpersonen Heidi Deffner, Jutta Göbert-Kronewald, Sabine Weigand und Roland Oeser lösten sich dabei ab, die beiden Schwabacher Stimmen in die zahlreichen Abstimmungen einzubringen. Wohlgemerkt saßen alle zuhause vor den eigenen Rechnern, während in Augsburg nur der Landesvorstand, das Parteitagspräsidium sowie die Kandidierenden in der Halle zugegen waren und ein strenges Hygienekonzept einhalten mussten.

Für die Schwabacher Grünen erfüllten sich alle Erwartungen: ihr Kandidat Sascha Müller wurde auf Platz 6 der bayerischen Landesliste gewählt. Damit ist sein Einzug in den Deutschen Bundestag praktisch garantiert. Nach dem Feststehen des Ergebnisses war es für die Beteiligten schmerzlich, nicht zusammen feiern zu können. In seiner Bewerbungsrede betonte Müller nochmals seine Themen, die er in den Bundestag einbringen möchte: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Transparenz bezüglich Lobbyismus und Finanzen.

„Es war ungewöhnlich, in einen leeren Saal zu sprechen und keine Rückmeldung eines Publikums zu erhalten“, erzähle Müller. „Aber ich bin überglücklich, dass alles geklappt hat und bedanke mich für die Unterstützung der bayerischen Delegierten. Im Herbst beginnt ein neues Kapitel, für das ich hoch motiviert bin.“

Das Spitzenduo der Liste bilden mit Claudia Roth und Anton Hofreiter bewährte Kräfte. Doch auch zumindest zwei weitere Mittelfranken konnten sehr aussichtsreich plaziert werden: Platz 13 - Tessa Ganserer (Nürnberg), Platz 20 – Uwe Kekeritz (Uffenheim), Platz 29 – Tina Prietz (Erlangen), Platz 36 – Herbert Sirois (Ansbach), Platz 40 – Felix Erbe (Hilpoltstein). Bemerkenswert ist, dass alle sechs mittelfränkischen Wahlkreiskandidat*innen innerhalb der 40 Plätze untergebracht werden konnten, die in grüner basisdemokratischer Tradition einzeln gewählt wurden und auf die sich 62 Personen bewarben.

Neu gewählt wurde auch der Landesvorsitzende. Eike Hallitzky trat nicht mehr an und wurde abgelöst von Thomas von Sarnowski, der bisher Geschäftsführer des Bezirksverbands Oberbayern war.

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